auf den Spuren des Westwalls EXKURSION + WORKSHOP von Basel bis Aachen

räumliche Interventionen  in situ  2017
auf den Spuren des Westwalls von Basel bis Aachen EXKURSION + WORKSHOP

Die Begehung und Erfahrung des ehemaligen Westwalls ist Teil einer Reihe von Projekten an unserem Fachbereich, die sich dem Umgang mit historischen Grenzen widmet. Intention dieser Reihe ist die Erforschung historischer Ereignisse und die Entwicklung einer eigenen Haltung. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei das Erspüren von Geschichte in Verbindung mit ihrer Verortung im Raum. Auch der Westwall ist als ehemalige Grenze heute ein Teil unserer gebauten Umwelt und damit eine Betrachtung aus der Perspektive unseres Fachbereiches Gestaltung wert.

Im Rahmen von mehrtägigen Aufenthalten bzw. Begehungen ist eine intensive und konzentrierte Erfahrung und Auseinandersetzung mit diesen Räumen möglich. Hieraus entstehen künstlerische Projekte und Interventionen, die unmittelbar in der Örtlichkeit und in ihrer Geschichte – also in Raum und Zeit – verankert sind. Die Projekte wirken gegen das Vergessen und ermöglichen eine eigene Positionierung zu den jeweiligen historischen Ereignissen. Ganz selbstverständlich werden Bezüge zwischen der Geschichte und dem aktuellen Geschehen möglich.

Über sieben Tage sind wir den Spuren des ehemaligen Westwalls gefolgt. Übernachtet haben wir so dicht wie möglich an dieser Spur – in Zelten – meist auf den Wiesen der Bauern. Diese Erfahrungen haben uns gelehrt Landschaft neu zu lesen – es ist uns heute möglich, aus ihrer heutigen Gestalt auch ihre Geschichte abzulesen.

Im Workshop haben sich die Studierenden auf der Höhe von Aachen an jeweils von ihnen selbst ausgewählten Orten künstlerisch mit diesem Erbe befasst. Vor Ort sind LandArt-Projekte entstanden, mit denen sich die Studierenden nicht nur zu den historischen Ereignissen in der Landschaft positionieren. Sie haben an diesem Bauwerk ihre eigenen Spuren hinterlassen – ein persönliches Statement.